Vereins-Chronik

von der Gründung bis heute

 

Am 10. Mai 1969 trafen sich im Gasthof Oberbräu Max Stiebler, Andreas Ritzel, Rudolf Hegen, Georg Link, Rudolf Ott, Karl Kilb, Herr Baumgärtner, Alois Schwaiger, Oswald Scholz, Karl-Heinz Rasch, Gustav Gassler, Kurt Rackl, Fritz Wasserle, Alfred Meier, Ludwig Müller, Siegfried Müller, Josef Schüssl, Martin Weingartner, Alfons Gillhuber und Heinrich Hegen.

 

Um 21:00 Uhr begrüßte Karl Kilb alle anwesenden Personen und erklärte in kurzen Ausführungen seine Vorschläge:

 

  • Pachtvertrag mit Markt Reichertshofen

  • Weiher am „Baarer Schlag“

  • Name des zu gründenden Vereins

  • Ausschuss des Vereins

 

Nach heftiger Diskussion wurde die erste Vorstandschaft der gerade gegründeten „Fischerei-Interessengemeinschaft Reichertshofen“ gewählt.

 

  1. Wortführer:   Karl Kilb

  2. Wortführer:   Karl-Heinz Rasch

     Wasserwart:   Gustav Gassler

    Kassier und

   Schriftführer:   Max Stiebler

             Revisor:   Rudolf Hegen

             Revisor:   Georg Link

 

Nachdem diese Wahl in sehr kurzer Zeit durchgeführt war, wurden noch folgende Beschlüsse gefasst:

 

  • Der Gesamtausschuss kann über DM 200,- im Jahreshaushalt verfügen, über höhere Beträge verfügen die Mitglieder.

  • Beschlüsse werden nur in Versammlungen gefasst.

  • Beschlussfähig ist die Mitgliederversammlung, wenn 51% der Anwesenden für einen Antrag gestimmt haben.

  • Den Pachtvertrag mit der Marktgemeinde muss jedes Mitglied unterzeichnen.

  • Jeder Interessent muss bis 1970 die Fischerprüfung ablegen.

 

Beschlüsse 2-5 wurden einstimmig angenommen.

 

Herr Karl Kilb dankte den Anwesenden für das Vertrauen und wollte nun noch den widrigen Punkt der Aufnahmegebühr erledigen.

Die Aufnahmegebühr wurde auf DM 50,- festgelegt, die alle Anwesenden sofort bezahlten.

Es wurde noch beschlossen, dass die Aufnahmegebühr und der Beitrag hauptsächlich für den Fischbesatz verwendet werden.

 

Im Juni 1969 wurden der Heideweiher I und der Zuchtweiher von der Gemeinde Reichertshofen gepachtet.

 

Im Januar 1970 wurde vom Wasserverband Reichertshofen der Vogelaubach gepachtet.

 

Am 1. März 1970 trafen sich die Vertreter der REB, der Trachtenvereins und des Fischereivereins im Gasthof Müllerbräu, um über die Veranstaltung eines gemeinsamen Sommerfestes zu verhandeln.

 

Im Mai 1970 fand am Vatertag die erste Fischerparty statt. Mit einfachen Mitteln wurde am Zuchtweiher (hinter der Eisenbahnbrücke) ein Fest aufgezogen. Auch hier wurde bereits der Steckerlfisch gegrillt. Die Brezen wurden damals auch schon von der Bäckerei Heiglbäck geliefert, das Bier kam natürlich von der Brauerei Toerring.

 

Gründung des heutigen Paarfestes

 

Vom 31. Juli bis 2. August 1970 fand das erste Paarfest mit großem Erfolg statt!

Veranstalter waren damals die REB, der Trachtenverein und der Fischereiverein Reichertshofen.

 

Am 15. Januar 1971 fand die erste Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen statt. Die bisherigen Wortführer wurden als Vorsitzende des Verein bestätigt. Der Verein erhielt den Namen „Sportfischereiverein Reichertshofen“.

Ein Satzungsentwurf von Max Stiebler wurde einstimmig angenommen und einige Tage später wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen.

 

1973 wurde die erste Jugendgruppe des Vereins gegründet und die ersten Vereinsabzeichen angeschafft.

 

1974 wurde die erste Grill- und Verkaufsbude angeschafft.

 

1975 wurde der Unterfeldweiher vom Fischereiverein ausgebaggert und von der Gemeinde gepachtet.

 

Da die Arbeitsmoral damals nicht sehr groß war, wurde beschlossen, dass bei Nichterfüllung der Arbeitsleistung DM 200,- an die Vereinskasse zu zahlen sind.

 

Am 30. Oktober1976 beschlossen die Vereine die Auflösung der Paarfestgemeinschaft. Das Paarfest wurde von der Gemeinde weitergeführt, wobei der Trachtenverein und der Fischereiverein ihre Verkaufsstände bis heute betreiben.

 

Seit 1977 wird ein jährliches Hegefischen veranstaltet in dem der Vereins-Fischerkönig ermittelt wird.

 

1978 wurde der Fuchsbauweiher gekauft. Der ehemalige Bürgermeister Hans Hammerl setzte sich für den Erwerb des Gewässers ein.

 

Am 8. Juli 1980 wurde das Vereinsheim vom Brückenwirt zum Schnitzelwirt verlegt.

 

In der Jahreshauptversammlung 1981 wurde der langjährige Kassier Max Stiebler zum Ehrenmitglied ernannt. Im selben Jahr wurde der Heideweiher II von der Gemeinde Reichertshofen gepachtet.

 

1991 tritt Max Stiebler aus Altersgründen von seinem Amt als Kassier zurück und mit Herbert Forster kommt der 2. Kassier in der Vereinsgeschichte, der dieses Amt bis 2017 bekleidet. Heute ist er in seiner Tätigkeit als Kassenrevisor eine verlässliche Stütze des Vereins.

 

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im August 1991 wurde der Beschluss gefasst, dass drei Fertiggaragen in der Thannbergstraße als Gerätehaus aufgestellt werden. Diese wurden im Herbst 1992 bezogen.

 

Am 11. Juni 1993 wurde der Pachtvertrag über den Eireinersee abgeschlossen den uns der 1. Bürgermeister Anton Westner vermittelte. Die Pacht betrug lediglich die anfallende Grundsteuer.

 

1997 wurde unser Verkaufsstand in Eigenregie von Planung und Ausführung von einigen Mitgliedern des Vereins um- und ausgebaut.

 

Im Mai 1997 wurde der Beschluss über die Anschaffung einer Vereinsfahne gefasst.

 

1998 fand eine Satzungsänderung durch den Beschluss der Jahreshauptversammlung statt. In dieser wurde auch die Namensänderung von „Sportfischereiverein Reichertshofen e.V.“ in "Fischereiverein Reichertshofen e.V.“ beschlossen.

 

Am 29. - 30. Mai 1999 fand das 30-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe statt.                               Bericht zum Patenbitten hier

Der damalige Bürgermeister Anton Westner übernahm die Schirmherrschaft, die Fischergilde Baar stand uns als Patenverein zur Seite.

 

Ab 2004 wurde wegen rückläufiger Besucherzahlen das Paarfest von 5 auf 4 Tage verkürzt.

 

Der Eireinersee, bis dahin Pachtgewässer, wurde nach langer Ansparzeit am 26.07.2005 gekauft. Damit hat der Verein sein 2. Eigentumsgewässer.

 

Aufgrund angespannter finanzieller Situation entschließt sich der Verein per Mitgliederbeschluss zum 01.01.2007 vorübergehend aus dem Landesfischereiverband auszutreten.

 

Mit der Einführung des „Verkaufsoffenen Sonntag“ ab Okt. 2006 hat der Verein eine Möglichkeit, den fehlenden Paarfest-Tag zu kompensieren.

 

Im Januar 2009 entschließt sich der Verein zu einer Änderung und Neufassung der Satzung; mit der Planung der Feste wird der neu gewählte 3. Vorsitzende betraut. Das Amt des 2. Fähnrich entfällt im gleichen Zuge.

 

Im gleichen Jahr entschließen sich die Mitglieder per Mehrheitsbeschluss, ein neues Zelt anzuschaffen. Die alte Grillbude war nicht nur zunehmend unattraktiv sondern schlichtweg zu klein. Heute stehen alle Grills, sowie der Bereich für die Würzer unter Dach im Zelt und sind nicht mehr der Witterung ausgesetzt.

 

Nach langer Suche eines entsprechenden Wassers konnte sich der Verein mit dem Grafen zu Toerring über ein freiwerdendes Teilstück der Paar einigen und hat mit der Pacht ab 01.05.2011 nun auch ein Fließgewässer für seine aktiven Mitglieder im Angebot.

 

Am 01.10.2014 geht die Webseite des Fischereiverein Reichertshofen e.V. online.

Mit den Vorstandswahlen im Januar 2017 stehen umfangreiche Personalien an, fast der gesamte Vorstand stellt, aus ganz unterschiedlichen Gründen, sein Amt zur Verfügung.

Mit dem bisherigen Schriftführer Thomas Ramke, als neuem 1. Vorsitzenden und dem bisherigen 1. Jugendwart, Manfred Schiedler als 2. Vorsitzenden, formiert sich eine neue Spitze des Vereins, der bisherige 3. Vorsitzende Willi Mertl verbleibt im Amt.

Neuer Kassier wird ehem. 2. Jugendwart Andreas Huber, 1. Jugendwart wird Josef Kahner.

Auch im Bereich der Gewässerwarte kommt mit Hergen Ramke eine neue Führungskraft ins Team.

Josef Schneider, welcher das Amt des 1. Gewässerwartes bisher erfolgreich bekleidete, wechselt in den "Innendienst" und zeichnet numehr als 2. Sport-und Gerätewart verantwortlich. Ehrenmitglied Siggi Müller, der dieses Amt bisher ausfüllte, verabschiedet sich aus der aktiven Führungsriege des Vereins.

An dieser Stelle ein herzlicher Dank an die "Alte Vorstandschaft".

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